„Unsere Schule ist mehr als ein Unterrichtsort, sie ist für alle Beteiligten auch ein Stück gemeinsames Leben.“

 

Die Wilhelm-Merton-Schule hat neben der Berufsschule und der Fachschule auch Klassen in den Bildungsgängen zur Berufsvorbereitung/PuSch/InteA – mit neuen InteA-Klassen ist sie Schwerpunktschule für die Beschulung von Zuwanderern und Flüchtlingen im Alter von 16 bis 21 Jahren.

PuSch – Praxis und Schule – ist eine durch den Europäischen Sozialfond (www.esf-hessen.de) geförderte Maßnahme für Schülerinnen und Schüler mit erheblichen Lern- und Leistungsrückständen, die die allgemeinbildende Schule nach 10 Schulbesuchsjahren ohne Hauptschulabschluss verlassen haben und maximal 18 Jahre alt sind. Ziele dieser Maßnahme sind die Schülerinnen und Schüler zum Erreichen des Hauptschulabschlusses zu führen, Schulabbrüche zu reduzieren, Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit durch stärkere Berufsorientierung und Praxiserfahrung zu erhöhen und die Gleichstellung von Jungen und Mädchen, insbesondere bei der Auswahl der Praktikumsplätze und der Durchführung von Praxisprojekten in der Schule zu fördern. Die Förderung der PuSch-Klassen findet über die Bereitstellung der Personalkosten für sozialpädagogische Betreuung der PuSch-Klassen (jeweils mit einer viertel Stelle), sowie einem Budget von 50,- € pro Schüler/in für sozialpädagogische Aktivitäten statt. Es können so erlebnispädagogische Teamtrainings, Bewerbungstrainings oder Theaterworkshop zur Wahrnehmung von Selbst- und Fremdbild u.ä. finanziert werden.

Auch in InteA – Integration und Abschluss – werden Schülerinnen und Schüler beschult, die aufgrund ihrer persönlichen Geschichte besonderer Betreuung bedürfen. Die jungen Menschen kommen aus sehr unterschiedlichen, zum Teil tragischen und traumatischen Gründen nach Deutschland. Mit 16 bis 19 Jahren sind sie alle, unabhängig von ihrer individuellen Vorbildung, an beruflichen Schulen zu beschulen und oft ist das einzige, das sie eint, die fehlende Sprachkompetenz in Deutsch. In den neun InteA-Klassen sind junge Menschen aus ca. 45 verschiedenen Ländern, die ca. 50 unterschiedliche Sprachen sprechen, unterschiedliche Bildungserfahrungen gemacht haben und in teilweise sehr unterschiedlichen Kulturkreisen aufgewachsen sind. Sie alle stehen vor der Herausforderung, die Deutsche Sprache zu lernen, innerhalb von nur zwei Jahren einen zentralem Hauptschulabschluss zu machen, der eigentlich für deutschsprachige Schülerinnen und Schüler konzipiert ist, das deutsche berufliche Bildungssystem zu verstehen und individuelle Wege zu finden, um ihre beruflichen Wünsche und Ziele zu verwirklichen sowie ihren persönlichen und individuellen Weg der Integration zu finden. Wie wichtig eine individuelle Beratung, Betreuung und Förderung dieser jungen Menschen ist, steht außer Frage. Gerade für diese Schülerschaft sind erlebnispädagogische Teamtrainings zur Entwicklung interkultureller Kompetenz, Theaterworkshops zur Wahrnehmung von Fremd- und Selbstbild, Angebote zur beruflichen Orientierung, um individuelle Stärken entdecken zu können und sprachunabhängige Aktivitäten zum Ausdruck von Erfahrungen und Gefühlen von enormer Bedeutung. Jedoch gibt es in dieser Maßnahme kein Budget, um solche Angebote finanzieren zu können. Um den jungen Menschen dennoch Angebote machen zu können, ist die Schule abhängig von Spenden und Stiftungsgeldern. Durch die großzügige Unterstützung einiger Förderer, konnten bereits einige Projekte und Workshops realisiert werden, wofür wir sehr dankbar sind.


© 2014 Wilhelm-Merton-Schule, Frankfurt | Alle Rechte vorbehalten
  • Bild Schulfest 2

  • TGS1

  • A312

  • Bild Schulfest

  • TGS2

  • Bild Schulfest 3

 

Wir sind Preisträger des Innovationspreises der VhU